Frau für alle Fälle

Michl: Waltraud, dich sieht man ja wirklich oft rund um den Kirchturm. Was machst du denn hier alles so?

Waltraud Sepp: Für das Papst Johannes Haus und das Jugendheim bin ich als Hausmeisterin für sämtliche Veranstaltungen und Gruppen der Ansprechpartner. Morgens aufsperren und abends absperren und ich bin auch unter Tags immer wieder mal zu Kontrollgängen da. Ich kümmer mich um die Lieferung der Brauerei Kühbacher und schau dass die Kühlung immer gut bestückt ist. Je nach Veranstaltung organisiere ich auch den Ausschank an der Theke und Bedienungen im Saal. Da pack dann nicht nur ich an, sondern es kann schon passieren, dass ich auch meine Männer fürs Bestuhlen oder andere Arbeiten mit einspanne. Im Winter kommt dann noch das Schneeräumen dazu. und fürs Pfarrbüro und das Mesnerhaus bin ich dann noch für die Reinigung zuständig.

Ich denke das wissen viele ja gar nicht. Wie kommt man denn zu so `nem Job?

Gerade weil ich halt schon immer im Pfarrbüro die ganzen Reinigungsarbeiten gemacht habe, hat mich der Pfarrer Schwartz selber angesprochen. Eigentlich schon als Natalia Holovjuc noch da war- da war ich ja eh schon ihre Vertretung- und als sie dann ging wurde ich gefragt, ob ich es nicht ganz machen würde. Aber erst als Dominique Hotchkiss dann auch aufgehört hat, habe ich mich bereit erklärt das ganze Hauptgeschäft zu übernehmen.

Einige dachten ja schon, dass du eine Nachfolgerin bekommen hättest, aber du hast ja nur neue Unterstützung bekommen. Wie teilen sich die Aufgaben den zwischen Dir und Fr. Barmer auf?

Ja des stimmt, der erste der gemeint hat ich hör auf, war dann auch ein Kissinger. Und selbst Meringer, die regelmäßig im PJH ein und ausgehen haben gedacht, dass sei meine Nachfolgerin. Nein wir haben die Aufgaben ganz klar getrennt. Ich bin weiterhin für alle der Ansprechpartner, Schließdienst und Organisator. Fr. Barmer übernimmt die Reinigung des Papst-Johannes Hauses und der Räumlichkeiten im Jugendheim.

Welchen Teil deiner Arbeit machst du denn am liebsten und findest du am schönsten im Pfarrzentrum?

Eigentlich hat alles irgendwo seinen Reiz. Man muss das auch mit Herzblut machen, sonst kann man das vergessen. Es gibt ja Tage da bin ich 4-5mal hier herin. Was ich mach, das mach ich gern. Im Jugendheim ist halt vieles Standard. Schön sind da schon die vielen wechselnden Veranstaltungen im PJH. Gerade den Maitanz und den Kathreintanz find ich richtig schöne Veranstaltungen und bin gern da. Und auch z.B. dass so viel für die Senioren in Mering gemacht wird find ich toll. Der Frauenbundfasching ist da echt super, eine richtig schöne Faschingsveranstaltung, auch wenn man nicht mehr selber Tanzen will oder kann- eine tolle Alternative. Die machen ein tolles Programm. Generell hat jede Veranstaltung hier herin seine Eigenheit und seinen Reiz.

Was macht denn mehr Arbeit? Das Jugendheim mit seinen vielen wechselnden Besuchern und Gruppierungen? Oder das Papst Johannes Haus mit dem großen Saal und den großen Veranstaltungen?

Das kann man so nicht verallgemeinern. Im Jugendheim mit der vielen Laufkundschaft und der hohen Frequenz fallen halt viele Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten an. Man merkt da schon dass die Caritas-Büros viele Leute reinbringen.

Und wie läuft das dann, wenn man zum Beispiel eine Feier im Jugendheim oder Papst Johannes Haus abhalten möchte? Was macht und bespricht man dann alles mit dir?

Das wichtigste ist erstmal dass man im Pfarrbüro seine Räume reserviert. Nur dann bekomm ich dann einen Plan mit den Veranstaltungen und den Personen die kommen. Wer mit mir Kontaktaufnimmt, kann mir dann sagen was er gern hätte z.B. die Stehtische oder Tischdecken. Bei einem Rundgang kann ich dann zeigen wo alles ist und wie alles funktioniert, da geb ich dann auch ein paar Tipps vorher. Die meisten übernehmen die Bestuhlung danach eh selbst, so wie sie das wollen und brauchen, manchmal helfe ich da aber auch. Ich besorge die Getränke, auf Wunsch auch besondere Getränke, die wir nicht standardmäßig im Haus haben. Für die Tanzveranstaltungen kümmere ich mich bspw. immer um den Wein. Die Getränkeabrechnung läuft auch über mich – ich zähle das Leergut und melde das ans Pfarrbüro und dann gibt’s entweder eine Rechnung inklusive der Raummiete vom Pfarrbüro. Kleinere Gruppen zahlen ihre Getränke teilweise aber auch gleich direkt hier.

Das hört sich nach Stress an. Gäbe es denn Dinge, die die Meringer Gruppierungen und Pfarreiangehörigen machen könnten, um dir deinen Job angenehmer zu machen?

Die meisten wissen schon wie es läuft. Das oberste Gebot lautet immer: Müll wieder mitnehmen! Diejenigen, die immer wieder hier mit Veranstaltungen sind, haben dann auch ihre Sachen immer schon dabei. Die Bestuhlungen müssen halt wieder so sein wie davor. Aber die Leute fragen schon von selbst wie wir das hier wollen und richten sich danach.

Die Vision 2025 ist in aller Munde. Was wünschst du dir für die Zukunft des Pfarrzentrums?

Hmmh des is a Frage, zur Vision 2025 befragt man besser den Hr. Pfarrer selber. Bis dahin fließt aber eh noch viel Wasser an Lech runter, da sag ich besser nicht zu viel. Wenn ich da vorrechne, denk ich ja eh schon fast an die Rente. Es müssen halt getrennte Verhältnisse her, damit klar ist, was das Pfarrzentrum ist, und was der Gemeinde gehört. Wichtig ist, dass wir mit der Pfarrei Platz haben, damit es weitergeht. Das ist überhaupt das wichtigste, dass es weitergeht und unsere schönen Veranstaltungen nicht aussterben.

 

Vielen Dank für deinen Einsatz und das Interview, Waltraud!

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Studium der Kirchenmusik am Konservatorium in München, Konzerte u.a im Dom zu Speyer in Freising, Leipzig und Mering. Grundschullehrer und Leiter der städtischen Kindergärten in München sowie Autor pädagogischer Bücher. Das Leben von Wolfgang Löscher drehte sich schon immer um die Musik. Im August feiert der Meringer seine 300. Messe im Theresienkloster in Mering, wo er ehrenamtlich die Gottesdienste begleitet. Im Interview spricht der studierte Musiker über seine Leidenschaft zur Orgel, das Besondere am Theresienkloster und gibt Tipps an junge Musikinteressierte.

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