Faschingspredigt 2017 von Tino Zanini

Faschingspredigt 2017

Der Bibeltext, ihr lieben Leute

hat mich zur Predigt inspiriert,

von Blumen handeln, soll sie heute,

in Gottes Garten sie uns führt.

 

Manch Pflänzchen blüht in Gottes Garten

Und eins davon, ja das bin ich;

Unter all den großen, kleinen, weichen, harten,

gibt es auch dich und gibt’s auch mich!

 

Ein kleiner Rundgang soll’s nun sein

Durch der Gemeinde Ackerfeld

Und jeder merk‘ sich insgeheim

Zu welcher Pflanze er sich zählt.

 

Wie eine Sonnenblum‘, erblüht,

und stets beliebt bei Freund, bei Feind

das ist der Mensch mit heiterem Gemüt

ein Glück für jegliche Gemeind!

 

Bei andern besser geht’s im Dunkeln

Sie zieh’n durch Discos und durch Bars,

lieben Musik, auch Tanzen, Schunkeln:

die Nachtschattengewächse-Stars.

 

Adelig vom Fuße bis zum Scheitel,

gibt sich die Rose richtig stolz,

und sieht gar nicht vor lauter eitel,

wie stachelig ihr eig’nes Holz.

 

Nicht schön, doch oftmals sehr verehrt,

oft man nicht weiß, wofür sie nütze,

doch mancher heimlich sie begehrt,

hießt Astrophytom, in Deutsch: Bischofsmütze!

 

Es thront die Königskerze breit!

Doch unbemerkt bei ihr ganz dicht

Blüh’n schöner noch im schlichten Kleid,

Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht.

 

Das Schilf schließt sich der Mehrheit an,

hängt seine Fahne ganz geschwind,

wie es seit jeher hat getan,

ganz einfach in den Wind.

 

Die Schwertlilie drauf meint: das sind ja Krämpf,

ICH hab was Besseres parat,

ich steh gerade und ich kämpf

um Standpunkt und um mein Format!

 

Klatschmohn ist hier auch zu finden,

man flüstert sich grad zu empört

von andrer Leute ihren Sünden:

„wisst ihr’s schon – habt’s auch schon g’hört?“

 

Von gleicher Art ist’s Löwenmaul

Die Klappe groß und immer laut!

Doch wenn es ernst wird, ist es faul,

und eh man’s merkt, schon abgehaut.

 

Ganz zugeknöpft im eignen Haus

Gibt sich jedoch das Schleierkraut;

Hält sich bedeckt, lässt nichts heraus,

was andere ihm anvertraut.

 

„Rühr mich nicht an!“ ruft da ganz schnell

Und zuckt zurück beim Friedensgruß

Die Pflanze namens Bibernell,

damit s‘ die Hand nicht reichen muss.

 

Oft hat den Aufstieg wer im Sinn,

will hoch hinaus um jeden Preis,

doch oben wird die Luft recht dünn,

man nennt ihn dann ein Edelweiß.

 

‘Ne farblich interessante Pflanze,

die Kirchenhierarchie uns zeigt,

sie überragt sehr oft das Ganze,

sie nur zum Tode sich verneigt;

 

die Blüten sind mal rot, mal weiß,

ganz päpstlich oder kardinal,

zum Blühen braucht sie’s eher heiß

und Dunkelheit ist nicht ihr Fall!

 

Die Blüten ragen hoch hinaus,

sie macht viel her, man hat sie gern,

sie passt sehr gut in Pfarrer’s Haus,

heißt Amaryllis, oder Ritterstern!

 

Wen das Geld hat fest am Kragen

Den mahnt der Herr nicht nur zum Scherz,

der Wucherblume muss man sagen:

Reichtum, das ist Gift für’s Herz!

 

Ein Sauerampfer ist zu hör’n,

die größte Freud er gleich vergällt:

„Das war nix, is nix, wird nix wer’n,

denn Schlechtigkeit regiert die Welt!“

 

Der Faulbaum stiftet auch Verdruss,

beansprucht zwar ‘ne Menge Dünger,

tut sonst doch nur, was sein halt muss –

und rührt ganz oft kein einz’gen Finger!

 

Doch Gottseidank wächst gleich daneben,

das Fleiß’ge Lieschen wohlgemut,

packt an, macht mit, hilft Lasten heben,

erledigt auch, was niem’d gern tut.

 

DEN Menschen kann man recht gut leiden,

der überall wächst sogleich an,

in seinen Ansprüchen bescheiden,

genügsam wie ein Löwenzahn.

 

Gar mancher wehrt sich seiner Haut

Mit Stacheln spitz und Dornen kühn,

doch merkt, wer mal genauer schaut:

auch Disteln blühen wirklich schön!

 

Immer auf Achse und draußen zu seh’n:

Die Wegwarte – sie ist missionarisch geprägt;

Mit Betrachtung aber Still-in-sich-geh’n

Dagegen die Hauswurz sich durch’s Leben schlägt.

 

Das Pfaffenhütchen stirbt angeblich fast aus,

ich meine die Männer mit der Heiligen Weihe.

vielleicht kommt ja dann wieder stärker heraus

das Aufblüh‘n der bewährten Ake-Laie.

 

Ihr Ake-Laien, so merket gut auf,

ein Blumenstrauß kann nur erblüh‘n,

wenn alle krempeln die Ärmel hinauf

und um Gemeinschaft sich immer bemüh’n!

 

‘Ne Gemeinde muss Humus sein auch für die Samen,

für all die Blumen und uns fremden Arten,

die von weither heut kommen mit ausländ’schen Namen,

denn sie bereichern die Buntheit im Garten.

 

Ja, viel Pflänzchen blüh’n auf Gottes Feld,

ein paar davon, ja das sind wir;

so ist recht buntgescheckt die Welt,

dafür o Gott, wir danken Dir!

 

 

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