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Was ein Kleeblatt mit Ostern zu tun hat...

Wenn jetzt die Frühlingssonnenstrahlen alles wieder zum Blühen bringen, werden wir am Wegesrand auch das Kleeblatt sehen. Normalerweise hat ein Kleeblatt drei Blätter, die alle wesentlich zum einen Kleeblatt gehören. Oft wird deswegen das Kleeblatt als Bild für den einen dreifaltigen Gott verwendet. Aber auch für die drei Österlichen Tage ist das Kleeblatt ein gutes Bild.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht an drei unterschiedlichen Tagen stattfinden. Und je nachdem, wie wir Zeit haben, wählen wir aus, zu welchen Liturgien wir in die Kirche gehen. Dabei wird eines häufig übersehen: dass es sich nämlich von Gründonnerstag bis zur Osternacht um eine einzige liturgische Feier handelt.

Das sieht man schon am Kreuzzeichen zu Beginn und dem Segen am Ende der jeweiligen Liturgie. Die Feier vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag beginnt mit dem Kreuzzeichen, endet aber offen mit der Übertragung des Allerheiligsten ohne Segen. Der Karfreitag schließt daran an: nicht mit dem Kreuzzeichen beginnt die Liturgie, sondern mit der Niederwerfung des Priesters vor dem Altar. Auch wird am Ende kein Segen gespendet, sondern der liturgische Dienst zieht nach dem Schlussgebet schweigend aus der Kirche aus. Und auch die Feier der Osternacht beginnt nicht mit dem Kreuzzeichen, sondern mit der Segnung der Osterkerze am Osterfeuer. Erst am Ende wird der feierliche Ostersegen gespendet. Mit ihm endet das Triduum, die Liturgie der drei österlichen Tage.

Wir treten also am Gründonnerstag mit der Feier vom Letzten Abendmahl ein in die drei wichtigsten Tage des Kirchenjahres und begeben uns mit Jesus auf seinen Weg des Leidens und der Auferstehung, der erst mit der Osternacht an sein Ziel kommt. Alles dazwischen gehört zu einer einzigen liturgischen Feier:

Kreuzzeichen

 

Gründonnerstag

  • Liturgie vom Letzten Abendmahl – kein Segen am Ende
  • Ölbergandacht

 

Karfreitag

  • Kreuzweg
  • Liturgie vom Leiden und Sterben Christi – kein Kreuzzeichen zu Beginn und kein Segen am Ende
  • Betstunden

 

Karsamstag und Osternacht

  • Stille und Grabesruhe
  • Betstunden
  • Osternacht – kein Kreuzzeichen zu Beginn

 

Feierlicher Schlusssegen

 

Ich lade Sie ein, in diesem Sinn das Triduum, die drei österlichen Tage der einen Liturgie mit zu feiern und auch ihr Beten und Ihre Vorbereitungen zu Hause als Teil dieser einen Liturgie miteinzubeziehen. Gott will Ihnen an diesen Tagen besonders nahe sein – in der Kirche und bei Ihnen zu Hause!

 

Ihr Pfarrer Dr. Florian Markter

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