
Segen bringen, Segen sein: Die Sternsinger sind in Mering im Einsatz
Wenn die goldenen Kronen im Winterlicht glänzen und die Weihrauchfässer schwingen, dann ist es wieder so weit: Die Sternsinger sind wie jedes Jahr unterwegs. Zwischen dem 2. und 6. Januar zogen insgesamt fast 80 Kinder und Jugendliche der Pfarrei St. Michael durch die Straßen der Marktgemeinde, um den traditionellen Segen „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus) in die Häuser zu bringen.
In den Gewändern von Kaspar, Melchior und Balthasar, begleitet von Sternträgern und engagierten Gruppenleitern, besuchten sie zahlreiche Haushalte in ganz Mering. Nach den langen Touren im eisigen Januarwetter kehrten die Gruppen meist erschöpft, aber durchaus glücklich ins Papst-Johannes-Haus zurück, um sich aufzuwärmen und die wohlverdienten Süßigkeiten gerecht aufzuteilen.
Die Mühe hat sich mehr als gelohnt: Über 20.000 Euro an Spenden kamen während der Aktionstage zusammen. Der gesamte Erlös fließt traditionell an die Pater-Dosch-Stiftung, die damit wichtige Projekte in Tansania unterstützt. In der Vergangenheit wurden mit den Spenden aus Mering dort zum Beispiel Kindergärten renoviert und die Trinkwasserversorgung verbessert.
„Ein herzliches Vergelt’s Gott gilt allen voran den Kindern und Jugendlichen, aber auch den Spendern für ihre Großzügigkeit und den vielen Helfern im Hintergrund“, so die Ministranten der Pfarrei, welche die Aktion Jahr für Jahr organisieren. Ein besonderer Dank geht zudem an die Familien, die die Gruppen am Nachmittag einkehren ließen, um sich mit einer warmen Mahlzeit oder einem heißen Tee zu stärken.
Da es heutzutage immer schwieriger wird, genügend freiwillige Helfer und Teilnehmer zu finden, stellt die Aktion die Pfarrei jedes Jahr vor größere Herausforderungen. Dass fast 80 Jugendliche dabei waren, ist daher nicht selbstverständlich. Trotz des hohen Aufwands blicken die Meringer Ministranten zufrieden auf die Woche zurück und freuen sich bereits auf das nächste Jahr.
Matthias Hieke