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Ich möchte mich einbringen!

Der Michl: Leslie, du lebst noch nicht lange in Bayern. Was hat dich in den schönen Freistaat verschlagen?
Leslie Seymor: Genau, ich lebe seit einem halben Jahr in Bayern, auf dem Land und in einem der ersten, zumindest von Mering aus gesehen, oberbayerischen Dörfer. Und es geht meiner Familie und mir richtig gut, so auf dem Land nach den Jahren im Rhein-Main-Gebiet. Ich genieße die bayerische Natur und Umgebung und auch diese Lebensart. Alles ist etwas ruhiger und besonnener und vor allem findet sich eine helfende Gemeinschaft.


Wie bist du zu dem Beruf „pastorale Mitarbeiterin“ gekommen?
Ich zum einen Diplomtheologie an einer Katholischen Hochschule studiert – in St. Georgen, Frankfurt. Um mein Ziel, Pastoralreferentin zu werden, erreichen zu können, absolviere ich nun den zweiten Teil meiner Ausbildungszeit. Diese absolviere ich jetzt im Bistum Augsburg. Meinen momentanen Beruf kenne ich aus dem Studium. Der Einsatz in Gemeinde und Schule ist für mich eine tolle Möglichkeit, Menschen zu begegnen und mich mit ihnen auf vielfältige Weise über Glauben auszutauschen und uns gemeinsam auf den Weg der Verkündigung zu begeben.

Hast du dir dann Mering ausgesucht?
Grundsätzlich hat mich eigentlich die Bistumsleitung nach Mering 'geschickt'. In der Ausbildungszeit oder auch Assistenzzeit werde ich – natürlich auch mit einem gewissen Mitspracherecht – in einer Gemeinde eingesetzt, in welcher das Bistum den Eindruck hat, dass ich als Auszubildende viel lernen und mich mit meinen Stärken gut einbringen kann. So bin ich in Mering 'gelandet'.

Und wo kannst du dann deine Stärken einbringen?
In St. Michael bin ich auf vielfältige Weise eingesetzt: So bin ich Teil des Familiengottesdienstteams, gestalte Angebote aus und mit und engagiere mich in der Öffentlichkeitsarbeit. Des weiteren darf ich mich in die Firmvorbereitung einbringen und verschiedene Feste um Kirchenjahr mitgestalten.



Das hört sich nach viel Stress an. Wie sieht denn dein normaler Arbeitstag aus?
Das Tolle an meinem Beruf ist, dass es so etwas wie 'normale' Arbeitstage eigentlich nicht gibt. Jeder Tag birgt neue Aufgaben und Herausforderungen – etwas, das ich wirklich mag!
Grundsätzlich ist ein Tag angefüllt mit Besprechungen und Büroarbeiten, aber auch mit Vorbereitungen für Angebote oder Gottesdienste. An drei Tagen in der Woche bin ich außerdem einige Stunden in der Schule – in der Luitpoldschule in Mering und im Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn –, vorrangig erst einmal zum Hospitieren, vermehrt darf ich aber auch Unterrichtseinheiten übernehmen.

Du scheinst großen Gefallen an deiner Arbeit zu haben. Gibt es denn besondere Highlights?
Was mir besonders gefällt, ist der Kontakt und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen, nicht nur der Pfarrei, sondern auch des alltäglichen Lebens.
Ein Bereich, in dem ich mich auch sehr wohl fühle, ist die Öffentlichkeitsarbeit: Impulse zu schreiben für die facebook-Seite der Pfarrei und immer weiter Angebote auszuarbeiten, sodass Menschen in ihrem Alltag Anstöße für Ihren Glauben finden – das bereitet mir große Freude.
Zum anderen finde ich es spannend, die Traditionen und Abläufe im Kirchenjahr hier in Mering kennenzulernen und dazu auch meinen Beitrag zu leisten.

Gibt es auch Dinge, die du weniger gut findest?
Ehrlich gesagt: Eine allgemeine Antwort kann ich auf diese Frage nicht geben. Es gibt herausfordernde Momente, für die ich bisher aber immer ein offenes Ohr gefunden habe und die auch lösbar waren. Manchmal ist es schwierig „Nein“ zu sagen, wenn Anfragen und Bitten an mich gestellt werden, aber ich werde immer besser darin.

Die Meringer gelten ja als eine sehr offenherzige und gesellige Gemeinde. Hast du das auch so empfunden?

Die Meringer sind grundweg offen und herzlich gewesen und vor allem eines: Neugierig. Sie wollten wissen, wer ich bin, was ich mache und auch meine Familie ist wirklich herzlich willkommen. Ein gutes Gefühl!



Dann sollte die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, aber auch dem pastoralen Team, ja reibungslos funktionieren.
Die Meringer wissen ziemlich genau, was sie wollen und sind auch nicht zurückhaltend, ihre Wünsche und Gedanken zu äußern – das gefällt mir gut, denn dann weiß ich - fast - immer, woran ich bin. Bisher war es auch immer so, dass wenn ich Hilfe brauchte oder um etwas gebeten habe, ich stets ein offenes Ohr und helfende Hände fand. Dieses Anpackende ist den Menschen in der Gemeinde recht wichtig – und ich tue mein Bestes mich immer wieder tatkräftig einzubringen, doch bin ich von Natur aus eher ein „Kopfmensch“.
Die Arbeit im Team ist bereichernd – ganz unterschiedliche Menschen, mit ganz verschiedenen Talenten und Stärken treffen hier aufeinander und bisher erlebe ich diese Zusammensetzung und das Miteinander als ein gutes „Sich-Ergänzen“.

Gibt es noch offene Wünsche für die Zukunft?
Wünsche habe ich einige, auch sehr ideelle, wie ein friedliches Miteinander in dieser friedlosen Zeit, in der Provokationen zur allgemeinen Form des Miteinanders geworden sind. Es gibt aber auch kleine Wünsche, wie, ganz simpel und praktisch, einen Fahrradkorb, so dass ich nicht mehr schwankend zum Bahnhof fahren muss. Eines meiner Ziele in den kommenden Jahren ist es, meinen Platz in der Gemeinde zu finden und diesen auch ausfüllen zu können – ohne die alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen aus dem Blick zu verlieren.

KONTAKT

Katholisches Pfarramt
St. Michael Mering

Herzog-Wilhelm-Straße 5
86415 Mering

Telefon +49 (0)8233-74250
pfarramt@mitten-in-mering.de

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Montag: 9 - 12 Uhr
Dienstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr
Donnerstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
Freitag: 9 - 12 Uhr

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