„Wir haben eine gute Balance gefunden“ - Interview mit der Kirchenpflegerin

 

[Kirchenpflegerin Annegret Biallowons] Ich wollte mich schon immer ehrenamtlich in unserer Pfarrei betätigen. Dann wurde Prof. Dr. Thomas Schwartz, der bereits in seiner Kaplanszeit in Mering ein guter Freund der Familie geworden ist, unser neuer Pfarrer. Als er dann auf mich zukam, ob ich mich in der Kirchenverwaltung engagieren wolle, habe ich sofort zugesagt.

[Michl] Und dann wurdest du sofort Kirchenpflegerin?

[Fr. Biallowons] Nein. Zuerst war ich ein Jahr lang einfaches Mitglied der Kirchenverwaltung. Bei den Neuwahlen Ende 2012 wurde ich in der Verwaltung bestätigt. Diese hat mich schließlich einstimmig zur Kirchenpflegerin gewählt. So habe ich zum Neujahr 2013 mit meiner Aufgabe in meinem neuen Amt begonnen.

[Michl] Pfarrer Schwartz ist also ein Freund der Familie. Gibt es da nicht auch manchmal Interessenkonflikte in bestimmten Fragen?

[Fr. Biallowons] Ja es ist nicht immer einfach, wenn man auch das Kontrollorgan sein muss. Aber wir haben es geschafft, dass wir das Private und das „Geschäftliche“ trennen. Ich meine, dass wir eine gute Balance gefunden haben.

[Michl] Als Kirchenpflegerin ist man ja für die Verwaltung der Pfarrei zuständig. Was bedeutet das genau?

[Fr. BiallowonsDazu gehören an erster Stelle die Finanzen. Zusätzlich kümmere ich mich noch um Personalfragen. Wie gesagt: bauliche Angelegenheiten werden mir von den anderen Mitgliedern der Kirchenverwaltung abgenommen.

[Michl] Das sind ja schon sehr wichtige und zeitraubende Aufgaben. Wie bringst du das mit deinem Hauptberuf unter einen Hut?

[Fr. BiallowonsIm ersten Jahr habe ich vor allem am Freitagvormittag in der Pfarrei gearbeitet und bin anschließend noch bis spät nachts ins Büro gefahren. Ab Mai 2014 habe ich mir den Freitag freigeschaufelt, um mich noch mehr auf meine Aufgabe konzentrieren zu können. Im Gegenzug musste ich aber dafür in meinem Beruf Teilzeit beantragen. Diese Entscheidung habe ich bisher noch nicht bereut.

[Michl] Die Finanzen sind eine der wichtigsten Aufgaben in einer Pfarrei. Gestaltete sich der Beginn schwierig?

[Fr. BiallowonsTeils, teils. Die Finanzverwaltung habe ich ohne Schwierigkeiten übernehmen können, da ich im Priesterseminar seit über 20 Jahren die gleiche Tätigkeit mache. Bedenken hatte ich nur bezüglich des „Mammutprojekts“ der Kirchenrenovierung, da ich wegen meinem Hauptberuf das Projekt nicht ständig begleiten konnte, was eigentlich auch zu den Aufgaben einer Kirchenpflegerin gehört.

[Michl] Die Renovierung hat ja nun gut funktioniert. Wie konntet ihr das Problem lösen?

[Fr. BiallowonsUnser Pfarrer hat jedem Mitglied der Kirchenverwaltung eine Aufgabe zugeteilt. So wurde die Renovierung auf viele Schultern verteilt. Insbesondere Leonhard Erhard und Michael Schredl haben mich da tatkräftig unterstützt.

[Michl] Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit in der Pfarrei?

[Fr. BiallowonsIn allen Belangen sehr gut. Zum einen, weil Pfarrer Schwartz mir in allen Angelegenheiten meines Amtes immer das uneingeschränkte Vertrauen schenkt. Zum anderen aber auch durch die tatkräftige, ich möchte schon sagen, fast unersetzliche Hilfe unserer Pfarrsekretärin, Martina Wiesmann. Aber auch die Kommunikation mit allen anderen Helfern der Pfarrei klappt ausgezeichnet.

[Michl] Wo siehst du noch Verbesserungsbedarf?

[Fr. BiallowonsEigentlich nur bei mir selbst. Ich möchte unbedingt mein Verständnis im Bauwesen verbessern, sodass ich auch - sobald ich in den Ruhestand gehe und noch mehr Zeit für die Pfarrei habe - diese Aufgaben übernehmen kann.

[Michl] Vielen Dank für das Interview!

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