Kaplan Joseph erhält Doktortitel

Der Kaplan Afatchao kokouvi wolali Joseph ist seit Juli 2019 nach drei Jahre fleißigem Studium an der LMU Doktor in Kirchenrecht geworden.
In diesem Artikel vorstelle er eine Zusammenfassung seiner Arbeit.
Seine Doktorarbeit ist bei Eos Verlag veröffentlicht und das Buch ist auch im Pfarrbüro kaufbar oder bei ihm unter Nummer 01754530770. Es kostet 29, 95.
Das Gewinn möchte er für ein paar arme Kinder in Togo Schulgeld bezahlen.

Zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors des kanonischen Recht habe ich unter Betreuung von Prof. Dr. Stephan Haering, OSB an der LMU, meine Doktorarbeit mit dem Titel: „Die Mitverantwortung der afrikanischen Bischöfe in der Missionstätigkeit der Kirche in Bezug auf den Priestermangel in Westeuropa“ im Sommersemester 2019 absolviert.
Meine Dissertation habe ich in vier Teile gegliedert.

Während sich der erste Teil mit der Mission und der Geschichte der europäischen Mission in Afrika beschäftigt, geht es im zweiten Teil um die Missionstätigkeit der Bischöfe gemäß can. 782 CIC/ 1983.

Der dritte Teil befasst sich mit der Thematik und dem Problem des Priestermangels sowie seinen Ursachen und Konsequenzen für die Kirche in Westeuropa.

Im letzten Teil habe ich Lösungen und Vorschläge im Sinne des kanonischen Rechts entwickelt und aufgezeigt, die dem Priestermangel in Westeuropa entgegenwirken können.

Das Problem des Priestermangels ist in der Tat sehr aktuell, besonders sind die Bistümer in Westeuropa davon betroffen. „ Die Zahl der Priesterkandidaten und der Neupriester haben einen so niedrigen Stand erreicht, wie er seit Jahrhunderten noch nie da war. Pfarreien werden aufgehoben, Pfarrverbände und Pfarrbünde geschaffen, zahlreiche Pfarrhäuser stehen leer, werden vermietet oder abgerissen, an zahllosen Orten wohnt und wirkt kein Priester mehr “ .
Gegenüber dieser dramatischen Situation der Kirche Westeuropas bieten Pastoraltheologen wie z. B Paul M. Zulehner, Jan Kerkhofs, Philip Müller und Dogmatiker, wie u.a. Michael Seewald, Helmut Hoping und Georg Kraus Lösungsvorschläge an, die allerdings dem kanonischen Recht widersprechen. Sie schlagen beispielsweise zum einen das Priestertum für Frauen vor, das in Widerspruch zu can. 1024 CIC/1983 steht und zum anderen verheiratete Priester, wodurch sich ein Widerspruch zu can. 1042 CIC/1983 ergibt.

Meine Arbeit widmet sich wesentlich den kanonischen Lösungen zur Behebung des Priestermangels in der Kirche Westeuropas, dh. der bischöflich missionarischen Solidarität und der Mitverantwortung der afrikanischen Bischöfe an der Gesamtmission der Kirche, wie es can. 782 § 2 CIC/1983 empfehlt.
Diese kanonischen Lösungen sind in drei Schritte gegliedert:
Erstens: Die Kirche in Westeuropa sollte verschiedene pastorale Punkte überprüfen und verbessern, dh. eine attraktive Pastoral für junge Leute schaffen, sich eine ernsthafte Begleitung der Familien zu eigen machen, um die Erfahrung der kirchlichen Basisgemeinschaft zu ermöglichen und Berufungen zu stärken.

Zweitens: Die missionarische Solidarität der Kirche in Afrika ist gefragt. Die afrikanischen Bischöfe müssen ihre missionarische Verantwortung wahrnehmen, um eine missionarische Kirche (vgl. AG 2) in Westeuropa zu sein.

Drittens: Eine Zusammenarbeit zwischen Teilkirchen ist in Bezug auf die Umsetzung der Enzyklika Fidei Donum für die Kirche in Westeuropa notwendig; eine missionarische Kooperation durch Partnerschaften, Austausch, Migrationspastoral und Inkardination ist gefragt.

Meine Arbeit soll einerseits zu einem missionarischen Erwachen bei den afrikanischen Bischöfen beitragen, um mit neuem Eifer und mit neuen Methoden die Verkündigung des Evangeliums in einer säkularisierten Welt voranzubringen und andererseits zu einem Bewusstsein der Schwere des Problems des Priestermangels bei den Bischöfen der Kirche Westeuropas führen und beitragen, die Einheit der Kirche sowie die Kollegialität und Solidarität als Prinzip des kanonischen Rechts wiederzuentdecken.

Dr. iur.can. Afatchao kokouvi wolali joseph

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