„Unsere“ Kirche in Togo

Seit knapp vierzehn Monaten unterstützt unsere Pfarrgemeinde Mering auf Anregung unseres Kaplans Joseph Afatchao und unseres Pfarrers Thomas Schwartz den Bau einer Kirche im togolesischen Eleme. Wie man auf den Bildern erkennen kann, nähert sich unser Projekt seiner Vollendung. Das Gotteshaus steht. Es fehlen zwar noch die Sitz- und Kniebänke, aber sowohl die Altarinsel als auch der Tabernakel konnten gestaltet werden. Innengang und Altarraum sind gleichmäßig gekachelt, sodass auch gottesdienstliche Prozessionen - die in Afrika sehr wichtig sind - abgehalten werden können. Sogar einige Solarmodule konnten installiert werden. Das war gerade unserem Pfarrer ein besonderes Anliegen. Als Wirtschaftsethiker weiß er um den ökonomischen Effekt einer solchen Anlage. Denn die Kirche hat jetzt nicht nur eine funktionstüchtige Beleuchtung, vielmehr liefert sie für die kleine Dorfgemeinschaft ausreichend Strom, der nicht nur zum Aufladen von Handys, sondern auch für die kleine Dorfschule und für die wirtschaftliche Betätigung einzelner Frauen bzw. gemeinschaftliche Aktionen des Dorfes verwendet wird. Im kommenden Jahr werden Kpl. Afatchao und Pfr. Schwartz zur Einweihung des Gotteshauses nach Togo fliegen. Zuvor wird hier im Michl aber noch eine umfassende Aufstellung aller Kosten und der finanziellen Leistungen unserer Pfarrei veröffentlicht werden. Das ist zwar wichtig, aber wesentlicher ist die Mitfreude daran, dass wir anderen Christen in einer Situation, in denen es ihnen deutlich schlechter geht als uns, helfen konnten, ihren größten Wunsch zu erfüllen: ein eigenes Gotteshaus für die Menschen in Eleme. Das macht im Blick auf unsere eigene Situation in Deutschland nachdenklich und auch demütig: Am Glauben unserer togolesischen Mitchristen dürfen wir für unser eigenes Christsein durchaus einmal Maß nehmen.

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Frieden auf Erden, Frieden den Menschen in der Kurie?

Ist er das? Nun, de facto wird Kirche dennoch an vielen Orten, auch wenn das die Monstrosität der Missbrauchsfälle- vorwürfe und der daraus resultierenden Krise nicht relativiert, eher sogar kontrastiert, genau so erlebt. Wie jetzt erst, als Papst Franziskus seine mit viel Spannung erwartete Balkanreise mit Stationen in Bulgarien und Mazedonien absolvierte. Beim Redaktionsschluss war sein Auftritt in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje, mit dem Höhepunkt des Besuches der Gedenkstätte von Mutter Teresa, die in Skopje geboren wurde, noch nicht abgeschlossen. Und auch kann man nicht sagen, was seine Worte bei seiner ersten Station in Bulgariens Hauptstadt Sofia langfristig bewirken werden. Doch in jedem Fall waren sie eindringlich und berührend, diese Worte, und ein starkes Signal gegen Missbrauch und für die Freiheit, die Freiheit jedes einzelnen zugleich: „Wir müssen um diesen Frieden bitten und dafür arbeiten; er ist Gabe und Aufgabe zugleich, Geschenk und ständiges Bemühen jeden Tag, um eine Kultur aufzubauen, in der auch der Friede ein Grundrecht ist. Es ist ein aktiver Friede, der gegen alle Formen von Egoismus und Gleichgültigkeit gewappnet ist, die uns dazu führen, der unveräußerlichen Würde jeder Person die kleinlichen Interessen einiger überzuordnen.“

Kirchenbauprojekt in Togo

Unser Kirchenbau-Projekt in Eleme macht Fortschritte. Durch großzügige Spenden haben wir im Augenblick bereits knapp 14.000 € zur Fügung. Die erste Tranche von 5000 € hat die Gemeinde dort bereits erreicht und erlaubt es, die Fundamente der Kirche zu bauen. Die Fotos zeigen, dass alle beteiligt sind: Große und Kleine, Frauen und Männer – alle legen Hand an, wo sie es können.

Neues vom Kirchenbauprojekt in Eleme (Togo)

Ein wichtiges Projekt unserer Pfarrgemeinde im Sinne missionarischer Geschwisterlichkeit haben wir im vergangenen Jahr in dem Dorf Eleme im Landesinneren von Togo begonnen. Die Armut der Menschen dort ist bedrückend. Umso inniger ist ihr begeisternder Glaube, der sie dazu führt, ohne große Rücklagen endlich eine neue Kirche bauen zu wollen. Die alte Dorfkirche war wie berichtet nur mehr eine Ruine. Dort konnte seit Jahren kein Gottesdienst mehr gefeiert werden. Man behalf sich mit einem mit Palmzweigen überdachten Holzverschlag. Unser Ziel war es, den Menschen zu helfen, ein neues Gotteshaus zu bauen. 20.000,- Euro wollten wir sammeln. Das Ziel ist erreicht. Mehr noch: Durch die Unterstützung vieler Gemeindemitglieder konnte in Eleme nicht nur ein völlig neues Gotteshaus gebaut werden. Vielmehr wird die dortige Gemeinde in Zukunft mithilfe einzelner Solarpanels den Menschen auch eine - wenn auch bescheidene - Stromquelle bieten können. Frauen können dann Kleinstgewerbe beginnen und auch für die Dorfschule steht dann zukünftig Strom zur Verfügung.

Weltkirche

Selige: Seit Mitte April hat die Kirche acht neue Selige: Varghese Payapilly, Emanuele Nunes Formigão, Ludovico Longari, Elisabeth Bruyère, Margherita Ricci Curbastro, Florenza Giovanna Profilio, Maria Dolores von Christuskönig, Justa Domínguez de Vidaurreta y Idoy. Sie alle lebten im 19. und im 20. Jahrhundert.

KONTAKT

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pfarramt@mitten-in-mering.de

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Dienstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr
Donnerstag: 9 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
Freitag: 9 - 12 Uhr

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