Ein Gebetsabend für die Pfarrei – braucht´s das?

Was tun wir eigentlich, wenn wir beten? Kurz gesagt: Geben und Empfangen.

Für die meisten von uns ist Gebet wohl v.a. Geben. Wir geben Jesus unser Lob und unseren Dank für unsere Familie und für das Gute, das wir tagtäglich erfahren. Wir geben ihm aber auch das Schwere, die Sorgen, die Krisen meines Lebens und die der Welt und bitten ihn: Sorge du, Jesus.

Im Wort Gebet steckt auch „abgeben“ drin. Und das ist für mich ein Schlüssel, wenn es um das Beten geht. Beten heißt nicht in erster Linie viele Worte machen. Sondern Beten heißt das alles abgeben, was mir in meinem Leben zu schwer wird, wo ich keine Antwort finde, was mich schmerzt. Der Krieg und die Bilder, die ich im Fernsehen sehe. Der Tod eines lieben Menschen. Die zerbrochene Freundschaft. Das zerrüttete Vertrauen. Die Erfahrung, ausgenutzt worden zu sein.

Wenn ich bete und all das abgebe, wird mein Herz leichter. Ich empfange die Gewissheit, dass Jesus bei mir ist und mir helfen kann. Er schenkt mir seine Ruhe, seinen Frieden, seine liebende Nähe – besonders im Sakrament der Eucharistie. Wer Jesus kennenlernen will, für den ist die eucharistische Anbetung ein einfacher Weg, um mit ihm ins Gespräch zu kommen, weil er „leibhaftig“ gegenwärtig ist. Und wen ich sehe, dem kann ich etwas (ab-) geben und von ihm empfangen.

Darum geht es an diesem Abend: Abgeben und Empfangen. Meine Angst vor dem Tod abgeben im Rosenkranz für die Verstobenen der vergangenen Woche und die Gewissheit zu empfangen, dass sie bei Gott sind. Meinen Verdacht, nichts wert zu sein, abgeben in der Feier der Eucharistie, wo ich von Jesus die Antwort empfange: Du warst es wert, dass ich gekreuzigt wurde! Und meine Bürde, dass dieses Leben so schwer ist, abgeben durch die Anbetung Jesu im Allerheiligsten Sakrament, wo ich seine Leichtigkeit und Nähe empfange.

Der Donnerstag Abend ist ein Abend für Sie! Weil Sie es wert sind, Jesus besser kennenzulernen und in eine tiefe Freundschaft mit ihm hinein zu wachsen! Und weil Jesus es wert ist, ihm meine Zeit zu schenken und bei ihm zu sein – ohne dass ich etwas leisten muss.

Ich lade Sie herzlich ein, den Donnerstag Abend als Ihren Jesus-Abend zu entdecken und lieben zu lernen. Ein Abend für Ihre Seele. Ein Abend der Hoffnung und Zuversicht. Ein Abend mit Lobpreis, Gebet, Stille, Gesang. Vielleicht der Abend meines Lebens.

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